Auslandsschlenz

 
17Juni
2015

Semesterbreak part 2

Hallo und herzlich Willkommen liebe Leser,

zum zweiten Teil unseres super tollen Backpackertrips. Ohne viel Geschwall geht es hier auch gleich in die Vollen:

Wo waren wir  das letzte Mal stehen geblieben? Achja, unser kleiner Trupp, bestehend aus Jessi, Tim, Tobi und Za Schlenz machte sich auf um das Inselchen Moyo zu erkunden.                                                                                                                                                                                          moyo baby

 

Einmal angekommen nach unserer Local-Nusschalen Erfahrung wurde uns alsbald klar, dass wir schon die ganze Bootsfahrt über von einer jungen Dame mit Argusaugen ausgespäht wurden. Immer den schnellen Dollar im Blick wurde uns dann auch prompt eine Behausung angepreist. Direkt mit Strandblick und gerade mal 20m von der Anlegestelle entfernt, ein indonesisches Haus auf Stelzen, inclusive Honeymoon-Bett(Hallo Tobi ;);) ) persönlicherTerrasse und 3 Mahlzeiten pro Tag. Holla die Waldfee dachten wir und ließen uns nicht lange bitten, für 200000 Rupiah am Tag ein echter Schnapper. Dass wir eh keine andere Wahl hatten, weil es nur diesen einen Homestay gab, lassen wir mal dezent unter den Tisch fallen - egal.

Das isser! Terrasse Moyos beim Nichtstun

 

Das kleine Fischerdorf in Moyo bestand aus ein paar Häusern und Straßen, ansonsten gab es nix. Die Insel selbst, ist weitgehend unbefleckt und erstrahlt in ihrem jungfräulichen Charme wie ein  mitteleuropäischer Regenwurm in der Frühphase seiner Pubertät. Einzig ein kleiner Pfeiler mit 2-3 Wegweisern ließ etwas "touristisches" erahnen. Verblüfft von unseren Möglichkeiten haben wir beschlossen, dass wir die ganze Sache langsam angehen und an Tag 1 den kleinen Wasserfall besuchen. Nach einem oppulenten Mahl, bestehend aus frischgefangenen Fisch mit allerlei Saucen und Reis fühlten wir uns gewappnet den steinigen Pfad zu bezwingen. Auch weil wir den per Schild angegeben 2km nicht so recht über den Weg(höhö) trauten. Nach ca 100m gelangten wir dann auch schon von der "Zivilisation" in den Dschungel. Highlight waren die Wasserbüffel welche  unseren Weg kreuzten und für ausgiebiges Photoshooting missbraucht wurden. Die zweifellos vorhandenen Reptilien allerdings, verkrümelten sich leider in die hintersten Dschungelecken und ließen nur erahnendes Blattwerk zurück. Geschätzte 2h später gelangten wir zu unserem Ziel.

  Moyo Gassen Allee zum Dschungel AllenSchlenz Dschungelanfang Wasserbüffelschlenz

Einmal angekommen erblickten wir einen Wasserfall, welcher zwar sicherlich nicht zu den schönsten oder zu den größten gehört, allerdings eine Liane beinhaltete, welche spektakuläre Wasserstunts für die Helden von heute versprach, deswegen will ich es auch nicht spannender machen als es ist und euch direkt die fulminaten Aufnahmen des litte Moyo Waterfall präsentieren. Tada.

  LIANE + WATERFALL Tim Mogli JessiNiagara FlyingSchlenzalot TobiBruchpilot

Nachdem wir uns dann ausgetobt hatten, konnten wir auf dem Rückweg einen der schönsten Sunsets ever beobachten und den Tag wunderbar ausklingen lassen.Wuhu Wuhu2

 

Um am nächsten Tag fit zu sein und den großen Wasserbefall zu besuchen, hatten wir beschlossen früh schlafen zu gehen. Nur leider hatten wir die Rechnung nicht mit dem Dorfmuezzin gemacht. Er hat es wirklich vollbracht ganze 8h seine gebetsmusikalischen Meisterwerke völlig klar, verständlich und mit einer Lautstärke von 100 Dezibel durch die Nacht zu posaunen. Am nächsten Morgen erfuhren wir vom Bürgermeister, der uns als Touristen feierlich besucht hatte um uns Tipps zu geben, dass jemand gestorben war und dies nicht normal ist.

Da wir hart im Nehmen sind und uns auch durch mangelnden Schlaf nicht beeinträchtigen lassen, haben wir beschlossen trotzdem zu dem großen Wasserfall zu pilgern. Allen Unkenrufen zum trotz, dass es zu weit sei und wir lieber mit dem Roller fahren sollten, haben wir es gewagt den steinigen Pfad mit bloßer Fußkraft zu beschreiten und es hat sich wirklich gelohnt. Das Wasser, der Fels, die Natur, alles wie im Märchen. Wirklich toll.  geschafft Dschungel wir nähern uns da is das ding  schlenzi   wuhu

 

Stolz erzählte  unser nachgereister Vermieter(Anscheinend hatte er Angst um uns) dass sogar LadyDay(di ;) ) und Maria Scharapowa den Wasserfall besucht hatten. Wir konnten unser Glück kaum fassen, um nicht vollends durchzudrehen wurde kurzerhand beschlossen sich ins kühle Nass zu begeben, dabei entstanden natürlich weitere wunderschöne Aufnahmen. Aber seht selbst:

 wunderbar  Tobsen hallo boom schlenzn

 

Immer auf der Suche nach Getier wurden wir auf dem Rückweg fündig. Eine kleine GreenTreeSnake verirrte sich im Blattwerk und wurde von unserem Pfadfinder in Spe,Tobi Wenzl, ausfindig gemacht.

Kinga du alte Schlange

 

Nach dem ich dies auf meiner To-Do-Liste auch abhaken konnte, verliesen wir die Insel Moyo mit einigen wunderbaren Erlebnissen im Gepäck und begaben uns voller Tatendrang am nächsten Morgen zur liebgewonnenen Nussschale um über Sumbawa Besar per Local-Bus nach Bima zum Hafen zu gelangen. 

Bisher lief unser Trip eigentlich erstaunlich gut, niemand wollte uns verarschen und wir dachten schon fast, dass wir in die heimische Crowd involviert wären. Angekommen in Sumbawa Besar erblickten wir frohen Mutes unseren vertrauenswürdigen Freund mit dem blonden Irokesen. Keine 3sec später wurde gefragt ob er was für uns tun könnte?!  "Na sichi!" Wir wollten zum Local-Bus, "kein Problem" meinte er und kurzerhand wurden wir in eigenartiges mopedähnliches Gefährt gesteckt und zum Bahnhof gebracht. Am Bahnhof sollten wir nur noch ein Busticket kaufen, dem Irokesen sein Freund wollte das Geld aber schon vorher haben, gab uns als Gegenleistung ein ausgefülltes Ticket und verschwand.

Kurz vor der Abfahrt, der Abzocker im Hintergrund

Frohen Mutes hopsten wir geschwind zu unseren Plätzen in der Erwartung das es endlich losgeht, nach ca einer Stunde des Wartens war es soweit. Motor an, nochmal kräftig gehupt und los. Nach ca 15min Fahrt sprang dann ein alter Mann herein und wollte unser Ticket kontrollieren, ausgestattet mit der neusten Uniform der sumbawajanischen Buscontrolleure, einem grauen Pullover, wollte er sich Respekt verschaffen. Als er unser Ticket mit seinen Argusaugen beäugte fiel ihm anscheinend auf das es nicht stimmte. Wild gestikulierend und mit Schaum vorm Mund sagte er dass das nicht passe und so weiter und sofort. Wir meinten nur, das es uns ein "Mitarbeiter" vekauft hatte für 120000Rupiah. Da sagte er die Busfahrt kostet nur 80000 und er kenne diesen Mann nicht. Zonk. Wir mussten daraufhin das Geld blechen, sonst finish und da es eine lange Fahrt mit dem Bus war (8h), beschlossen wir es einfach so hinzunehmen. Einmal wird wohl jeder hier ausgenommen. Da uns der Herr Controlleur allerdings aufgrund unserer hervorragenden Indo-Speak zunehmend sympathisch fand, sagte er, er wolle alle Hebel in Bewegung setzen dass wir das Geld wieder bekommen. Wers glaubt wird seelig, aber tatsächlich, eine Stunde später, freudestrahlend, hatte er doch den Betrüger irgendwie ausfindig gemacht und gab uns unser Geld zurück, guter Mann. Die Busfahrt ansich, quer durch Sumbawa, verlief dann weitesgehend ruhig, vor den berühmt berüchtigten Ziegen sind wir verschont geblieben, dafür konnten wir mit ganzen Schränken auf dem Dach glänzen. Hier noch ein paar Impressionen:

   Alte Frau im Bus Kiddie mit Balll pferdekutsche Landscape Streetlife Indohütten

Nach ca 10h Fahrt kamen wir am Abend in Bima an, der Busfahrer meinte zu uns, dass wir am nächsten Tag schon um 5 zur Fähre weiterfahren würden. Unser geplanter Hostelaufenthalt wäre also dementsprechend kurz gewesen. Großzügigerweise hat er uns angeboten im Bus zu übernachten. Da es in Bima nicht mal Cafes gab(ca2h gesucht) und es auch ziemlich dreckig war, haben wir beschlossen das Angebot anzunehmen, ein paar liebliche Stunden später voller Angst jede Sekunde ausgeraubt zu werden, ging es komplett ausgeschlafen los zur Localfairy nach Labuan Bajo.

Wer schafft nach einem ca 15stündigen Busaufenthalt noch 10h Fähre im Anschluss? Genau, wir! Früh um 9 war Abfahrt, der Ticketkauf verlief diesmal reibungslos und zack waren wir im Boot, Bank reserviert, perfekt. ByeBye Sumbawa, Hallo letzte Station: Flores! 

  byebye Inselketten inselketten 2feery Labuan Bajo (flores 

Was uns dann in Flores erwartet folgt demnächst, also wirklich, diesmal! ;)

Bis demnächst, van Schlenz

 

28Mai
2015

Check, Blogeintrag die 4te, Semesterbreak Teil 1

 

Tag 1

Wir schreiben den 28. Mai 2015 und Cyber-Schlenz ist mittlerweile geschlagene 2,5 Monate abroad unterwegs. Also was gibt es Neues? Es war Semesterbreak und dieser wurde auch ausgiebig genutzt. Kurzerhand hat er beschlossen super-lazy einer Backpacker-Tour zu joinen. Spielkameraden waren keine geringeren als mein sagenumworbener, original bayrischer Mitbewohnerkollege Tobi, dessen Studiengangskollege Tim und seine extra dafür angereiste Freundin Jessica. Ziel war es irgendwie abseits des Mainstream Tourismus ins schöne Flores zu kommen, um die fetten Komodo-Warane begutachten zu können.

Unsere Breakroute 

Startpunkt war der 14.05 früh um8 mit noch ein paar anderen Kollegen vom Studium in Kerobokkan Bali. Per local-ferry ging es dann für umgerechnet 2,50 pro Nase in ca 4-5h von Padang Bay auf die schöne Insel-Nachbarin von Bali, Lombok.

Reisegruppe hässlichFairy Schlenz fairy mates

 

Einmal am Harbour angekommen war das erste Ziel die *Metropole* von Lombok, Sengiggi. Sengiggi ist vorallem dadurch bekannt, dass touristisch wenig bis überhaupt nix los ist. Umso erfreulicher war dann, dass wir sofort ein Hostel gefunden haben für 100000 Rupiah die Nacht.(ca 7 Euro,ungefähr der Standardpreis) Die Vermieter Jungs wollten uns zwar erst ein 10 Mann Zimmer andrehen, allerdings hatten sie nicht mit unseren Verhandlungskünsten gerechnet, so stellte sich schlussendlich heraus das wir im separaten, eigentlich für Mitarbeiter gedachten,  private Room nächtigen dürften. Abends wurde dann beschlossen mit ein paar Mates von Tim die ebenfalls ein paar Tage in Lombok verbrachten das Nightlife von Sengiggi unsicher zu machen,  nach einem opulenten Mahl und einiger Verwirrung landete der harte Kern schlussendlich in dem/der Club/Bar Marina, wo wir per Liveband und Bier sensationell beglückt wurden und einen coolen Abend erlebten.

Tag2

Am nächsten Morgen gab es den obligatorischen Banana-Pancake zum Frühstück und dann wurde auch schon das nächste Ziel auf unserer Reise ins Visier genommen, Kuta. Nein, nicht das Party-kuta aus Bali, sondern das Lombok-Kuta was weit weniger touristisch ist. Per Taxi driver haben wir ungefähr 4h gebraucht und ca7-8 Euro pro Kopf gelöhnt, inclusive 3 Stops wo wir die Indos bei täglicher Wertschöpfung beobachten durften.

traditioneller Häkelindo Topfindos

In Kuta selbst kann man außer Surfen und am Beach liegen nicht viel machen, es ist ziemlich klein, aber recht schön. Wir hatten ein tolles Hostel mit standesgemäßer Dino-Bettwäsche.nice

Die Hunde waren sehr nett und haben mit uns abgeschalten vom stressigen Studentenleben, muss ja auch mal sein. Die Beachparty am Abend war leicht semi, vielleicht auch weil wir bisschen knülle vom Tag zuvor waren,passiert aber den besten hab ich gehört.

Hund + Tobi + Indo + Beach Kuta Beach

 Tag 3

Früh erwacht, wurde so gleich ausgiebig gefeilt welcher Plan denn schlussendlich umgesetzt werden würde, einige wollten zum "berühmten" Pink Beach, andere nicht. Immer auf der Suche nach dem nächsten Schnapper spielten uns Tobis überragende Bahasakenntnisse in die Karten. Wir fanden einen private-Driver der sich nach zähen Verandlungen für 500000 Rupiah (33Eus insg.) bereiterklärte, uns nach Labuhan-Lombok mit Zwischenstopp: Pink Beach zu fahren. Für ca 5h Fahrt ziemlich ausgefuchst. Dass er sich wohl sein halbes Auto auf dem Weg zum Zwischenstopp zu Schrott fahren würde, da die Straße mehr aus tiefen Schlaglöchern als sonstwas bestand, wurde uns erst später klar. Indonesenlogik: Wenn er ein Schlagloch sah fuhr er gerade darauf zu, hupte kurzerhand fachmännisch, danach nahm er ohne vom Gas zu gehen die Hände vom Lenkrad, hielt sie sich vor sein Gesicht und schrie "Oh Oh Oh", fachmännisch eben. Einmal angekommen war der Strand wirklich ziemlich nice, also sogar sehr nice, nur halt nicht pink. Deswegen haben wir beschlossen ihn auf den Namen "Nice-Beach" zu taufen um der hochgradigen Volksverarsche mal Einhalt zu gebieten, kann ja nicht wahr sein. Ein Wort noch zur Lombokschen Flora und Fauna, zuckersüß, um es auf den Punkt zu bringen.

typische Lombokstraße + PFERD Pinky und der Brain Reisegruppe hässlich kurz vor der TrennungRinjani Vulcano 

Nach guten 2h ging es weiter zu unserer nächsten Station, da wir uns vorgenommen haben bis zum Abend an den Hafen in Labuhan zu gelangen um die Fähre nach Poto Tano in Sumbawa zu bekommen.So trennten sich auch die Wege der Reisegruppen und wir waren wieder zu viert. 

Ziemlich nach Plan kamen wir auch an, haben uns noch einen delikaten Indo-Snack abgegriffen , der aus Reis, Nudeln und einem Brocken Huhn bestand, Lombok Lebewohl gesagt und dann ging es auch schon los mit der Seebesteigung. 

habe hunger möchte frühstücken

Zum Sonnenuntergang konnte man richtig schön den Rinjani im Hintergrund sehen, ziemlich cool dieses Ungetüm.

 Fairy + Rinjani backgroundbecause we are your friends  

bam jetzt ist aber gut

Manchmal ist es wirklich hart einen gängigen Preis für im Voraus nicht gebuchte Fahrten zu bekommen, da die Indos dich nicht als lebendes Objekt sehen, sondern vielmehr als wandelndes Dollar/Eurozeichen, da müssen schon Brüste her und so war es auch Jessi, die sich mit brutaler Eleganz auf der Fähre durchschlug um für uns die günstigste Gelegenheit nach Sumbawa Besar rauszuschlagen. Per Bus, der schon auf der Fähre mittransportiert worden ist, konnten wir Poto Tano (Gott sei Dank) gleich überspringen. Nach weiteren 2-3h Fahrzeit waren wir in Sumbawa Besar angekommen und mussten uns noch ein Hostel für den Abend suchen. Die Hostel Empfehlung unseres neuen Indo-Freundes den wir auf der Fähre kennengelernt hatten, stellte sich als gelinde ausgedrückt unterirdirsch heraus. Leider habe ich vor Schreck kein Foto davon gemacht, die Matratze war wohl an ihrer dicksten Stelle 12cm und in der Mitte zirka 3cm. Der Bezug wurde anscheinend noch nie gereinigt und liegt seit ca 17 Jahren auf dem Bett. Es gab keine Badtür und der Geruch der den Raum durchzog machte Lust auf mehr. Hostel 2 war etwas besser, wenn allerdings bei Eintritt erstmal sämtliches Viehzeugs ala Kakalaken etc quasi ins Gesicht springt, hast du so schnell auch keine Lust da zu schlafen. Zum Glück hatten wir bei unserer Odyssee am Ende Erfolg, das wohl einzig gute Hotel in Sumbawa Besar gefunden zu haben ---Sumbawa Transit---. Auch wenn im angebotenem Essen ab und zu allerlei Getier rumgefleucht ist, waren die Zimmer ganz in Ordnung, sogar heiß Wasser ging und wenn man Glück hatte bekam man ein Omelette von einem Teller ohne kleine Viecher, alles in allem fühlte man sich fast wie im Westen, nur die Bananen haben gefehlt.

Bad war echt voll in Ordnung Zimmer auch

 Tag 4

Auf der Fähre bzw. der Busfahrt im Anschluss haben wir einen coolen Indo names Abdul kennengelernt, der in einer Goldabbau-Miene in Sumbawa als Social-Manager arbeitet und erstaunlich gut Englisch konnte. Er hatte uns geraten, dass wir mal nach Moyo-Island traveln sollten, da es in Sumbawa außer erstaunten Indos die uns immer wieder mit "Hello Mr." grüssten egal ob Männlein oder Weiblein, nicht viel anderes zu sehen gab. Also haben wir kurzerhand beschlossen der Insel mal einen Besuch abzustatten. Aber wie kommt man am besten dorthin? Planlos wie eh und je, erinnerten wir uns schemenhaft an einen anderen Indo der uns diesen wertvollen Tipp mit diesem unglaublich schäbigen Hostel 1 gegeben hat, er sagte auch, dass er in einem Touristenoffice arbeitet und wir vorbeikommen könnten am nächsten Tag. In der Hoffnung er könnte bei unseren Inseltrip weiterhelfen gingen wir also dorthin.

Als wir im Office eintrafen waren erstmal alle 37 Mitarbeiter total perplex ala: "Touristen, weiß, mit Rucksack, gibt es die wirklich?"  Nach dem Entweichen der Perplexität kam es zu einer unorthodoxen Mischung zwischen Planlosigkeit und Aufregung, alle 37 drehten sich demzufolge mehrmals im Kreis und jeder wollte seinen Beitrag durch intensives Umherrufen untermauern. Geschätzte 10min später wurden wir dann von einer netten Dame die ein paar Brocken englisch konnte begrüßt und in einen kleinen Raum erbeten. Als wir nach unserem Bekannten fragten, weil er der einzige war der hier gut Englisch konnte, stellte sich heraus das er sich zur Sicherheit für diesen Tag krankgemeldet hatte, bravo. Danach wurde umdisponiert und wir wurden zu einem anderen kleinen Raum verschifft, anbei waren noch weitere 5 Mitarbeiter, die für uns 4 zuständig waren. Wir setzten uns also in diesen engen Raum, da sie alle grüne Uniformen anhatten, fühlte man sich ein bißchen wie bei einer Verhörung auf einem Polizeirevier. Wild gestikulierend sprachen die Mitarbeiter auf Bahasa, geschätzte weitere 15min vergingen, dann wendete sich die Frau, die etwas englisch konnte, zu uns herüber und drückte uns eine Touristenbroschüre von Sumbawa in die Hand, fabelhaft. Wir zeigten daraufhin voller Inbrunst auf Mojo Island, da wollen wir hin! Dann beriet sich das Quintumvirat für weitere 10min, ehe sie zur Quintessenz kamen, dass sie uns kostenlos(!) zum Hafen bringen würden, wo wir dann per Indo-Boot nach Mojo überlegen könnten. Einzige Bedinung war, dass wir uns ins goldene Buch des Touristenoffice eintragen sollten. Da wir eine Gruppe der Tat sind und waren, haben wir das Angebot natürlich sofort angenommen. So waren alle glücklich und zufrieden und es ging zum Hafen.

Tobi + Frau in Anzug die English kann bei der Eintragung  Eintragsschlenz

Einmal angekommen kam uns ein seriös wirkender Indo mit blondiertem Vokuhila entgegen. Da er mit seiner Frisur vollstes Vertrauen in uns erweckt hatte, nahmen wir sein Angebot ohne zu Zögern an und fuhren per Indo-Nusschale mit 2 Einzylinder Motoren wovon einer kaputt war Moyo Island entgegen.

Hafen in Besar Unser Boot + Indos Hafen Sumbawa Besarkleines schlafendes Indo Girli  scheue IndosWie ein Fähnlein im Wind

 

Nach ca3h Fahrt mit ohrenbetäubendem Einzylinder Lärm hatten wir es geschafft, die versprochenen Delphine blieben aber leider aus.

Moyo Moyo, unser Dorf

Was wir dann auf Moyo Island erlebten und ob wir Flores im Zeitplan erreichten, erfahrt ihr im wissenswerten zweiten Teil unseres kleinen Adventures, bis dahin. 

Sampai Jumpa

El Schlenzalot

 

05Mai
2015

Verdammt hart so ein Blog

Ja liebe Damen und Herren,

Asche über mein Haupt! Lang lang ist er her, der letzte Eintrag. Seitdem sind ein paar Wochen vergangen und ich habe den Kulturschock so langsam verdaut. Also was ist bis dato passiert?

Ich wohne in der Pampa, allerdings ist die Pampa eine liebenswürdige. Da ich als Vorreiter öfters mal meiner Zeit voraus war zeigt sich hier wieder aufs Neue, unser Campus an der Uni ist vor ca 2 Jahren von Denpasar nach Jimbaran verlegt worden. Fuchs wie Za Schlenz denkt zu sein, hat er sich also das Appartment in Jimbaran gegriffen

. Poolblick von meinem Appartment

Allerdings wusste er nicht, dass so ziemlich alle Studenten noch unten in Denpasar wohnen und es wohl noch ein paar Jahre dauert bis hier oben alles zugebaut wird und auch der letzte mitbekommen hat, dass es hier die viel schöneren Strände gibt, wie z.B. Dreamland oder Nusa Dua und außerdem die Warung's(Indonesische Imbisse) und Laundry's viel günstiger sind.

   Dreamland beach  Sonnenuntergang gibt auch@dreamland

Nur das mit dem Nachtleben ist  semioptimal, wenn einem allerdings doch mal die Lust auf Party überkommt, gibt es Möglichkeiten mit dem Taxi oder halt mit dem Motorbike recht zeitnah in die Stadt einzutrudeln.

Apropos Motorbike, bei der Fahrweise der Indonesier ein Kapitel für sich. Ich bin jetzt seit ca 4 Wochen stolzer Besitzer einer Honda Vario non-125, geiles Gerät sag ich mal und dafür dass ich vorher noch nie selbst auf einem Moped/Roller/Whatever saß und am Anfang echt Respekt davor hatte, klappt es schon ganz gut. Die 2 Unfälle die ich schon hatte werden erstmal dezent verschwiegen.  ;) War ja auch nicht Schuld! Beim ersten ist nix passiert, nur der Indo welcher wohl nicht so viel von Sicherheitsabstand hält, den hatts gelegt. Beim zweiten Mal hab ich mich dann gelegt, weil einer einfach mal auf der Kreuzung standesgeäß die Abbiegekurve geschnitten hat. Fazit: Indos können einfach kein Auto fahren. Blessuren gab es folglich auch, ein recht tiefer Cut auf der Kniescheibe der mich aktuell hindert meine erfolgreiche Surferkarriere aka Kelli Schlenzner weiter voran zu treiben, da es erst Ende letzter Woche passiert ist und es noch ein paar Tage dauern wird bis es verheilt ist und ich wieder den Beach unsicher machen kann.

  VARIO CBS Deep cut

Was war dazwischen?

Nunja, Rene hatte mich noch einmal für 5 Tage besucht. Was in einem Kurztrip auf die Gilis gipfelte.(ausführlicheres erläutere ich in einem seperaten Blogeintrag) Außerdem gab es eine Rafting-Exkursion zum Telaga Waja River über unser Programm Gobali was ich nur empfehlen kann, hat einen Heidenspaß gemacht und die Kulisse ist wirklich zauberhaft.

 LANDSCAPE  Actionschlenz unterwegs

Leider haben wir außer 2-3 Spinnen keine gefährlichen Tiere gesehen, diese gesellen sich vornehmlicherweise bisher ausschließlich in meinem Zimmer, 2 giftige Tausendfüßler und ein Skorpion, die jetzt allerdings das Zeitliche gesegnet haben, da sie dem Wildhunter Schlenz Tribut zollen mussten.

In diesem Sinne werde ich jetzt erstmal weiter für die Midterm-Klausis streben, liebe Grüße an die Heimat und stay tuned,

euer Cyber-Schlenz.

 

27März
2015

1-2 Fly und Silent Allerlei

Nachdem ich eigentlich schon von meinem Flug berichten wollte und aber spontan beschlossen hab, erst wieder aktiv im Prozess des Bloggeschehens eingreifen zu wollen wenn ich mal wieder Zeit habe, sind es finally fast 10 Tage geworden. Ich hoffe euer Leben ist trotzdem weitergegangen und ihr verzeiht mir diese Ebbe an Informationen. 

Nichtsdestotrotz, ist so ein Langzeitflug schon bißchen was anderes, wenn man noch nie länger als 4-5h in der Welt umhergejettet ist.Deswegen hab ich mir ja routinierte Unterstützung in Form meines langjährigen Kumpels Rene S. an Bord geholt. Vielen Dank auf diesem Wege auch noch einmal für die ganze Planung des Fluges. Los ging es am 19ten von Dresden über Frankfurt nach Singapur im fetten A380 und finally dann nach Denpasar. 

Ja die 2 schnicken Typen dort sind wir:

Sir Schilling + Master SchlenzStilecht.  

Ganz ohne Turbulenzen, obwohl vor 380 und nach 380 2x mit A320 geflogen wurde, landeten wir in Denpasar kurz vor Mitternacht.

Glorreicherweise hatten wir uns als Ankunftsdatum den Silentday ausgesucht. Wir wurden in unser Hotel "Park Regis Kuta" vom Taxifahrer chauffiert und gleich das erste Mal abgezogen in Form von vielzuviel Geld für die Taxifahrt. Super Start auf jeden Fall.

Angekommen im Hotel wurde uns versichert dass wir auch ja nicht raus gehen dürfen und wir  alle Vorhänge am nächsten Morgen geschlossen lassen müssen. "Its like a prison." - Aha, cool.

Im Endeffekt traf auch genau dies am nächsten Morgen ein, hier mal ein Auszug wie es auf der Straße aussah. Bis auf die Wächter war niemand draußen, ziemlich befremdlich:

  Wächter on the streets

Wir durften dann am nächsten Tag zwar im Hotelkomplex bleiben, aber ab 18:00  durften wir nicht mal mehr aus dem Zimmer heraus und wirklich alles war stockfinster - die komplette Stadt wie tot.  Das Highlight des Tages war dann auch leider nur die ca 6-7 cm große Kakerlake, die wir liebevoll "Kaki" getauft haben, im Bad.

Ein sehr schönes Exemplar, wir rätseln immer noch wie sie es geschafft hat da reinzukommen. Weil ansonsten eigentlich alles ziemlich sauber war. Naja egal. Bis später dann! 

17März
2015

Howdy ihr geilen Molche

Dies ist der erste Eintrag in meinem neuen Blog. In Zukunft werde ich hier über meine Erlebnisse in Indonesien, auf der schönen Insel Bali berichten.

Dass ihr auch alle wisst, wer euch in nächster Zeit mit pikanten Infos füttert, noch kurz etwas zu meiner Person.

Spitzname: Schlenz(i)

Alter: 27

Status: Student im  Master der Wiwi im wunderbaren Erfurt

Anbei seht ihr noch ein recht windschnittiges Bild von mir beim Italiener von letzter Woche:

schlenzn HALLO

Jaha in 2 Tagen gehts nun endlich los in das Abenteuer Auslandssemester. Nach schier unendlichen Strapatzen um die ganze Sache halbwegs ordentlich organisiert zu bekommen, macht sich langsam eine Mischung aus Vorfreude und Wehmut bei mir breit, wobei die Vorfreude und  Neugierde auf das Unbekannte überwiegt.

Morgen geht es noch einmal in die Heimat und übermorgen nach Dresden zum Flughafen, wo ich und mein Kumpel Rene dann über Frankfurt mit der Lufthansa nach Singapur fliegen und dann hoffen, dass unser Flug nicht allzuviel Verspätung hat, um den Anschlussflug mit AirAsia von Singapur zum Zielort Denpasar auch erreichen zu können. Gut dass die Lufthansa-People morgen und nicht Donnerstag streiken.

Ansonsten habe ich mir extra für Bali eine schicke neue Kamera geleistet, alles per Smartphone zu knipsen ist ja auch irgendwie langweilig. Schlussendlich ist es die kleine Sony RX100 I geworden, ja ich weiß es gibt schon 2 Nachfolger. Aber zum Preis von ca 300 Euro gibt es Bildqualität auf fast DSLR-Niveau, da konnte ich nicht nein sagen und die Nachfolger kosten deutlich mehr bei nur marginalen, für mich nicht relevanten, Änderungen. Die bisher geknipsten Bilder machen jedenfalls Lust auf mehr, ich hoffe nur die Kamera wird Bali dann auch überleben. ;)

wuhu!

Hier auch schon mal ein eleganter Schnappschuss eines seriösen und mir gänzlich  unbekannten Typen im sportiven Taucherlook:

Tauchen ist cool und nicht zu vergessen ein ambitioniertes Felltier was anscheinend auch auf unbedingtes Erkunden getrimmt ist, bitte schön:

woot

Um das Ganze auch nicht gleich zu übertreiben beende ich meinen ersten Eintrag hiermit und melde mich am Donnerstag oder Freitag in alter Frische wieder!

Over and out

Schlenz van Lenz